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Bosz-Batterien und Heynckes-Haudegen

Bosz vergisst Bosch-Batterien in der Dortmunder Defensive!

Der neue BVB-Trainer Bosz hat noch kein Konzept mit defensiver Tauglichkeit gefunden. Oder sucht er ein solches überhaupt nicht? Zuletzt bei Ajax Amsterdam war es ja defensiv auch überschaubar. Das Positive an dieser Vernachlässigung, die in der Champions League und im Bundesliga-Titelkampf deutlich wird, ist der enorm hohe Unterhaltungswert – bedingt durch Dortmunds Defensiv-Defizit.

 

Die Aufstellung des BVB gegen RB Leipzig ließ bereits vor dem Anpfiff erahnen: Im 4-3-3-System bietet ein 3er-Mittelfeld mit dem zentralen Sahin hinter den "Halben" Castro und Götze zu viel Raum und Schlupfloch-Chancen für Leipziger Lostober wie Keita, Poulsen, Augustin und Bruma! Sahin ist ein toller Spielmacher aus der Tiefe, allerdings bedarf es eines Tempo- & Tackling-Pendants in seiner Nähe als kongenialen Partner. Zumal die BVB-Elf ja ganz vorne noch 3 Stürmer aufbot, und einer wie Götze im Mittelfeld ja auch nicht des Defensiven mächtig ist - was ja auch kein Fußballästhetik-Liebhaber jemals verlangen sollte von unser aller Wahnsinns-WM-Finale-Siegtor-Majestät Mario!

 

Was kann Borussias Bosz von Bayerns Heynckes lernen?

Die Balance zwischen Offensivgeist und Defensivdisziplin ist das A & O. So hat Heynckes mit Martinez den spanischen Spezialisten für steifes aber wichtiges Tackling als Sechser vor die 4er-Kette gestellt. Vor einem IV-Duo wie Hummels & Boateng! Da wird's eng für den Gegner im Zentrum ... Denn Martinez ist eigentlich die Haudegen-Neuauflage von "Katsche" Schwarzenbeck, dem Ex-FCB-Vorstopper und Weltmeister von 1974.

 

1.FC Köln: Tabellenletzter, sieglos – hoffnungslos?

Mitnichten(und Neffen)! Denn die bessere Hälfte sorgt dafür, haben fleißige statistische Ermittler von "Die Zeit" erarbeitet: Kein anderer Bundesligaverein erreicht auf Facebook prozentual so viele Frauen wie Kölner Kicker! Etwa 54 Prozent der Interaktionen mit dem Klub kommen von Frauen. Der Hamburger SV liegt beispielsweise bei 37 Prozent – und das als Tabellenzweiter im Facebook-Fußball-Frauen-Ranking. 

http://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2017-08/1-fc-koeln-facebook-frauen-interaktionen-erfolg

 

Überdies beweist der 1. FC Köln seinen innovativen Spirit auch in einer anderen Zeitgeistzone – berichtet das progessive Team von SPONSORs: "Als erster Club setzt der "Effzeh" im Catering auf mobiles Bezahlen über das Smartphone. Ab dem Heimspiel gegen den SV Werder Bremen am 22. Oktober können Fans im Rheinenergiestadion ihre Speisen und Getränke über ihre Smartphones bezahlen. Damit setzt der FC als erster Bundesligist im Catering auf mobile Payment." Mehr dazu bei den Experten unter www.sponsors.de

 Und Markus Krücken fragt zurecht "Warum nicht?" Ex-Torjäger-Exzentriker Milivoje Novakovic (38) hat im "Express" www.express.de seine tatkräftige Hilfe angeboten. Teilzeit-Torjäger-Tandem: Pizarro und Novakovic jeweils 45 Minuten im Sturmzentrum!?

 

Was macht der Norden?

Als Vorletzter im Tabellenkeller ist nach der ernüchternden 0:2-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach der Nordklub Werder Bremen. Vier Punkte bei 3:9 Toren sind untrügliche Zahlen. Das Thema Torausbeute ohne den verletzt fehlenden Freibeuter Max Kruse ist Trainer Alexander Nouris Kernproblem. Werders weitsichtiger Manager Frank Baumann hat noch nicht den Bauhelm aufgesetzt und die Schaufel rausgeholt. Baumann baut noch drauf, dass die Werder-Elf die Wende mit Nouri hinbekommt.

 

Der VfL Wolfsburg hat mit dem neuen Trainer Martin Schmidt den Nimbus der Unbesiegbarkeit auch im vierten Spiel unter der Regie des Ex-Mainzers aus der Schweiz durch das 2:2 bei Bayer 04 Leverkusen untermauert. Noch ist die Turbo-Taste nicht gefunden, aber der Diesel-Motor läuft und läuft und läuft – und gibt nicht mehr den Geist auf. Das ist neu und ein Werk des Motorenverstehers Schmidt. Mehr dazu auch unter www.ran.de – wo Schmidts KFZ-Referenzen benannt werden.

 

Wolfsburgs Nachbarrivale Hannover 96: Durch die 1:2-Heimniederlage gegen ausgefuchste Frankfurter pendelt sich das Team von Trainer Breitenreiter im Tabellenmittelfeld ein, und das ist durchweg positiv zu bewerten. Alles andere als positiv: Der Leiter der Medien-/Kommunikationsabteilung, Christian Bönig, hat seinen Ausstieg zum Jahresende verkündet. Es braucht Insider-Hörgerätekenntnisse, um zu erahnen, was den kompetenten und kollegialen Mann mit Wurzeln aus dem Wendland dazu bewogen hat.

 

Der Hamburger SV hat Probleme, so Trainer Gisdol, die 2:3-Niederlage beim FSV Mainz 05 zu bewerten und zu verarbeiten. Im Abendblatt-Blog "Matz ab" verarbeitete jahrelang Marcus Scholz das HSV-Balltreten. Damit ist nun aber Schluss. "Scholle" hat sich vom Abendblatt getrennt und geht neue Wege unter www.rautenperle.com

 

Wer "Scholle" noch als Oberliga-Manndecker kennt, weiß um seine Hartnäckigkeit und auch, dass er den Hals ausfahren kann im Luftkampf. Also sind wir gespannt, wie durch die Loslösung vom Abendblatt vielleicht eine neue Note Einzug hält. Neue Noten - nämlich bessere - sollten die HSVer auf dem Bundesligarasen schnellstens wieder durch bessere Darbietungen bewirken. Allerdings scheint dies mehr als fraglich zu sein, zu wenig homogen wirkt das Spiel, zu wenig fokussiert auf Schwerpunkte. Zumindest Bakery Jatta hat als Kaderkicker der Rothosen an diesem Spieltag eindrucksvoll in der Regionalliga Nord seinen neuen Leistungslevel unter Beweis gestellt, als er hauptverantwortlich zeichnetefür den 3:0-Sieg der U21 beim Lüneburger SK. Zwei tolle Treffer machte der Afrikaner mit den wohl dünnsten Beinen weit und breit, und den Elfer holte er auch noch raus.

 

Tags zuvor unterlag der HSV in Mainz. René Adler vs. Christian Mathenia - so lautete das wahre Duell: Was für ein Theater reifes Torwartduell! Adler fliegt als Ex-HSV-Star zwischen den Mainzer Pfosten. Und Mathenia, der nur einen Kurzpass vom Mainzer Stadion am Bruchweg entfernt aufwuchs, patzt beim spielentscheidenden 2:3-Gegentor. DassMathenia höchsten Respekt verdient, bewies er, als er am Tag nach der Niederlage im NDR Sport-TV Gerhard Delling Rede und Antwort stand. 

Die Partie Mainz 05 - HSV war ein erneuter Beweis dafür, dass es stets einzelne Besonderheiten sind, die das große Ganze in eine Richtung bringen. Der Mainzer Mathenia macht Mainz 05 glücklich - ungewollt. Tiefenpsychologische Phantasien erlauben allerdings, ein Wirken aus dem Unterbewusstsein in betracht zu ziehen.  Heimatgefühle, die den Blick und Armbewegungen beeinträchtigten?

Anders Adler. Er breitet seine Schwingen aus in all seiner sportlichen Erhabenheit. Und siegt ganz nebenbei auch für seine eigene Torwarthandschuh-Marke www.t!tan.eu - die seit dieser Saison ihre praktische Prüfung in der 1. Bundesliga absolvieren.

https://sports.web-netz.de/blog/interview-rene-adler-beteiligung-startup-t1tan-torwarthandschuhe/